Iris Deitermann

Iris Deitermann

Herzlich willkommen :)

Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Sonntag, 29. Januar 2012

Atmosphäre - über die Beschreibung hinaus


Atmosphäre zu erzeugen ist etwas, das wirklich ganz schön schwierig sein kann. Gerade im Moment fällt mir mal wieder auf, wie oft ich vergesse, dass derjenige, der meine Texte liest, gar nicht das Gesamtbild aus meinem Kopf sehen kann. 
Beschreibungen von Häusern und deren Umgebungen sind nicht das einzige, was benötigt wird, um Stimmung zu erzeugen.
Bleiben wir bei meinem Beispiel aus dem letzten Eintrag. Ein Haus im Wald kann ganz unterschiedlich verwendet werden:

Steht es auf einer sonnendurchfluteten Lichtung, auf der das Zirpen der Grillen und das Zwitschern der Vögel zu hören ist? Kommt Rauch aus dem Schornstein, der in den azurblauen Himmel steigt, von dem die Sonne freundlich hinablächelt? Duftet es vielleicht nach den verschiedenen Blumen, die auf der Lichtung zu Hause sind?
All diese Dinge bewirken, dass wir automatisch ein idyllisches Bild im Kopf haben. Es bewegt uns dazu, uns hier wohlzufühlen und davon auszugehen, dass hier jemand wohnt, der glücklich ist.

Nun nehmen wir die andere Seite:

Steht dieses Haus vielleicht mitten im Wald und wird von einem dichten Blätterdach im Schatten verborgen? Fährt der Wind durch die Bäume und lässt ein unheimliches Wispern erklingen? Ist der Boden mit altem, feuchten, modrig riechendem Laub bedeckt, über den sich Bodennebel gesenkt hat? Steigen schwarze Rauchschwaden aus dem Schornstein, die über das Dach auf den Boden zukriechen? Knackt und raschelt es im Unterholz, als würde sich jemand nähern, den man einfach nicht finden kann?

Mit jeder Zeile merkt man: Ein Haus zu beschreiben, bedeutet nicht nur, es in allen wichtigen Einzelheiten wiederzugeben und das Ganze in zwei Sätzen für den Leser plastisch werden zu lassen. Es gehört noch viel mehr dazu als das. Man muss sich vor Augen halten, dass der Leser dem Autoren nicht in den Kopf gucken kann. Wer viel liest oder auch schreibt, weiß, wie wichtig die zugehörige Atmosphäre ist, um den Text lebendig erscheinen zu lassen, ohne seinem Gegenüber das Gefühl zu geben, nur eine Abhandlung über die Beschreibung eines Gegenstandes zu lesen. (Bücher, bei denen dies der Fall ist, landen bei mir sehr schnell in der Flohmarktkiste)

Zusammengefasst:
- arbeite mit den menschlichen Sinnen
- überlege, was in deiner Szene eine Rolle spielt: Gerüche, Geräusche, Lichtverhältnisse etc.
- mache dir die Fülle der Assoziationsmöglichkeiten zu Nutze (Farben, Orte, Geräusche, Gerüche etc.)

Und das ist, wie ich immer wieder merke, wirklich eine Kunst für sich. Ich habe den Dreh dazu noch nicht völlig raus, aber ich arbeite daran :)


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