Iris Deitermann

Iris Deitermann

Herzlich willkommen :)

Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Sonntag, 22. Januar 2012

Ein Ort und seine Umgebung - zum Zähne ausbeißen


Jetzt ist man also an einem Punkt, an dem man weiß, wie die Geschichte, die man schreiben möchte aussehen soll. Man hat eine Vorstellung von all den Charakteren, die in den Startlöchern stehen und nur noch darauf warten endlich miteinander agieren zu dürfen, einen Überblick über die Konstellationen dieser, weiß wo man anfangen möchte und wo es aufhören soll.
Was fehlt da noch auf der Liste? Richtig! Der Ort bzw. die Umgebung, an dem/in der das Ganze stattfinden soll. Ganz ehrlich, daran beiße ich mir noch die Zähne aus. Wenn ich etwas wirklich schwierig finde, dann das.
Ich schicke meine Charaktere in eine völlig andere Welt als wir sie kennen. Ich kann also nicht von typischen Reihen- oder Mehrfamilienhäusern, alten Blockhäusern im Wald etc. sprechen und davon ausgehen, dass jeder Leser weiß, wie es denn in meiner Szene nun gerade aussieht.
Genau da hat sich ein weiterer Fehler in meinem Gedankenkonstrukt bemerkbar gemacht. Da ich meine eigenen Tips ja leider erst geben kann, nachdem ich vor allem herausgefunden habe, wie man es nicht macht, muss ich auch an dieser Stelle zugeben: Der Text war da, was fehlte, waren die Beschreibungen. Ein Hoch auf die Nacharbeit.
Wirklich darauf gebracht, dass meinem Text etwas fehlt, hat mich ein Mitglied aus der Bookrix-Community. Dort waren die ersten Kapitel meines Tintenschnüfflers bis vor kurzem noch zu finden - allerdings nicht in ausgearbeiteter Form. Es ist also durchaus hilfreich, seinen Text anderen zu zeigen. Wer das allerdings tut, sollte sich darüber im Klaren sein, eventuell Kritik zu bekommen. Diese zu akzeptieren fällt nicht immer leicht, dient aber, so lange es eine Kritik am Text und NICHT am Autor ist, als Hilfestellung - das sollte man nicht vergessen. 

Einen Ort zu beschreiben ist gar nicht so leicht wie man denkt. Wenn ich ein Haus beschreibe fängt es schon damit an, dass ich die Frage: Was für ein Haus? beantworten können muss.
Ist es aus Backsteinen oder vielleicht doch eher Naturstein gebaut? Hat es lehmverputzte Wände? Ein flaches oder spitzes Dach? Ist es strohgedeckt, haben wir es mit Reet zu tun oder gar mit einfachen Dachpfannen? Wie ist die Form des Ganzen? Erstreckt sich vielleicht irgendwo ein Erker? Gibt es Fensterläden anstelle der typischen Rolläden?
Um es kurz zusammenzufassen: Was macht dieses Haus aus?

Wenn man das Haus hat, fehlt natürlich noch die Umgebung. Was findet sich dort? Steht es in einem Wald oder auf einer Wiese? Ist es von einem Garten umgeben, der besonders schön ist oder etwa verwildert? Gibt es einen Zaun, eine Bank, eine Terrasse?
Was ist hier wichtig, um ein Bild im Kopf eines Lesers zu erzeugen, um schon mit den Dingen, die man beschreibt, eine Atmosphäre zu erzeugen, die im nächsten Schritt nur noch ausgebaut werden muss? 
Ich empfehle: Spielt hier mit Dingen, die sich leicht assoziieren lassen. Dadurch hat man viel mehr Möglichkeiten den Text originell auszuschmücken, ohne zu sehr auf beschreibende Adjektive zurückgreifen zu müssen. 

Um ein klares Beispiel zu geben: In einem späteren Kapitel spielt das Haus auf dem Bild unten eine wichtige Rolle. Mit einer einfachen Beschreibung war es da einfach nicht getan.
"Typisch" würde ich es nämlich nicht gerade nennen. :)  Die ersten Beschreibungen waren Murks, die zweiten und dritten auch. Man muss wirklich durchdenken was Sinn macht und was nicht, was zueinander passt und was man weglässt. Diese Beschreibung hat sich im Laufe der Zeit also sehr gewandelt. Was ich nämlich auch gelernt habe: Manchmal ist es zu viel des Guten ;)


Wer Lust hat, darf gerne seine eigenen Gedanken dazu hier hinterlassen :)

Kommentare:

  1. Lieb Iris,
    Deine Zeichnungen sidn wirklich wunderschön und phantastisch im Sinne einer Fantasiewelt. Dein Bch ist jetzt schon vorbestellt, denn das kann nur beeindruckend werden. Der Stil ist comicartig aber doch aufwändiger als ein paar schnelle Striche. Mir gefällt auch die Komposition der Farben. Ich wünsche dir die Geduld und Ausdauer, auf dem hohen Niveau weiter zu machen, da gibt es garnix zu meckern!
    Da man so eine Kunst doch nicht aus dem Stehgreif beherrscht, hast du doch bestimmt andere,frühere Werke, die du vielleicht mal vorstellen kannst?

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  2. Hallo Clever&Smart,

    vielen lieben Dank für deine Worte. Ich freue mich, dass dir die Bilder gefallen - vor allem was die Farben betrifft.
    Allerdings ist keines der Bilder von mir :) Wie ich bereits in meinem ersten Post erwähnte, stammen alle Bilder für den Tintenschnüffler aus der Hand von Marcel Hampel. Ich bin sehr froh ihn für dieses Projekt gewonnen zu haben. Geduld und Ausdauer sind für die Bilder wirklich mehr als notwendig, wobei ich da meist ungeduldiger bin als er :)

    Leider ist sein Blog noch nicht online gegangen. Sobald das jedoch der Fall ist, werde ich den Link hier posten. Deine Worte werde ich selbstverständlich an ihn weiterleiten.

    Herzliche Grüße
    Iris

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  3. Hallo, Iris!!!

    Schön gemütlich, hast Du es Dir eingerichtet :))
    Liebe Grüße,

    CONNY

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  4. :)) Also,
    ich wollte nicht anonym sein, aber ich kenne mich mit der Technik überhaupt nicht aus!!!!!!!!!!!

    Entschuldige das bitte :))

    LG Conny

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    1. Liebe Conny,

      schön, dich hier zu sehen :) Darüber freue ich mich sehr.
      So anonym bist du ja gar nicht, denn du hast mit deinem Namen unterschrieben :) Zumindest ich wusste sofort, wer sich da gemeldet hat ;)

      Wenn du einen Kommentar schreibst, erscheint immer auch eine Zeile mit "Kommentar schreiben als:". Dort kannst du auswählen, ob du unter deinem Namen oder anonym kommentieren möchtest :)

      Ich hoffe, es bleibt hier so gemütlich ;)

      Liebe Grüße
      Iris

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