Herzlich willkommen :)



Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)


Außerdem hat er in diesem Jahr, zusammen mit einem Kollegen, sein eigenes Spiel fertig gestellt. News zu "Nory's Escape" könnt ihr hier über Facebook mitverfolgen :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Donnerstag, 19. Januar 2012

Storyline im Wandel



In meinem letzten Post habe ich ja geschrieben, dass das Grundgerüst der Geschichte die man schreiben will, schon vor den ersten Worten stehen sollte, wozu natürlich auch die Charaktere gehören.

Dass sich die Geschichte im Laufe der Zeit jedoch anders entwickeln kann, als anfänglich geplant, habe ich während des Schreibens festgestellt.
Vorher habe ich immer gedacht, dass Autoren, die sagen, dass sie manchmal gar keinen Einfluss auf ihre Geschichte hatten, während sie von ihnen geschrieben wurde, spinnen. Schließlich sitzt man als Autor vor dem PC oder einem Stapel Blätter und schreibt die Geschichte selbst. Wieso sollte man also keinen Einfluss darauf haben?

Bei einigen Kapiteln meines Tintenschnüfflers haben sich meine Finger aber tatsächlich praktisch verselbstständigt, während sie meine Gedanken wiedergegeben haben, die so eigentlich nicht auf dem Plan standen. Plötzlich existierten Szenen, die es vorher nicht gab. Als ich sie nach diesem "Schreibanfall" dann nochmal gelesen habe, war ich selbst ganz erstaunt, wie sich das Ganze entwickelt hatte. Einige dieser Szenen sind erhalten geblieben, andere wiederum sind genauso schnell verschwunden, wie ich sie ins Dokument getippt habe, auch wenn mir das Löschen manchmal ganz schön schwer gefallen ist. Diese Dinge passten aber einfach nicht zum Rest des Ganzen und mussten deshalb weichen. Die Ideen haben aber natürlich ein eigenes Dokument, denn man weiß ja nie, für was man sie später noch einmal gebrauchen könnte. Sollte es euch also einmal so gehen (und ich könnte mir vorstellen, dass soetwas jeder kennt), rate ich: Szenen die euch unpassend erscheinen oder euch nicht gefallen solltet ihr nicht vollständig löschen, sondern einfach in einem weiteren Dokument abspeichern - daraus entsteht dann soetwas wie eine Mindmap. Vielleicht kommt irgendwann in dieser Geschichte oder auch in einer völlig anderen, der Zeitpunkt, wo genau diese Dinge Verwendung finden, vielleicht sogar den Ausschlag dazu geben, eine Szene richtig gut rüberkommen zu lassen.

Einige dieser gelöschten Szenen finden sich übrigens tatsächlich an anderer Stelle in meinem Text wieder. Manchmal erst ganze 50 DINA4 Seiten später. Andere habe ich sogar noch nachträglich in die Anfangssequenzen eingebaut, wo sie meiner Meinung nach richtig gut zur Geltung kommen und die Szenen aufwerten. Natürlich mussten die Ideen dann jeweils angepasst werden. Durch das zweite Dokument ist mir nichts abhanden gekommen, was sich schon so einige Male als großer Vorteil erwiesen hat. Manche Dinge denkt man sich nämlich nur ein einziges Mal aus und sie fallen einem danach nie wieder ein. Mit Formulierungen ist es genau das Gleiche. Wenn man diese dann nicht aufschreibt und irgendwie sichert, verschwinden sie irgendwo im Gedankennirvana. Auch diese Erfahrung musste ich ein paar Mal machen. Manchmal nicht ganz freiwillig. Auf das Wunder der Technik ist eben auch nicht immer Verlass ;) Und ich sage euch - egal obs an mir lag (z.B. weil ich zu faul war etwas zu kopieren oder auch aufzuschreiben) oder an der Technik - es hat mich jedes Mal wahnsinnig geärgert. Weg ist eben weg!


Kommentare:

  1. Das kommt mir absolut bekannt vor. Wenn ich solche Einfälle habe, dann speichere ich sie unter dem Namen "Szenen zum Einbauen". Manche der Szenen benutze ich irgendwann später, manche aber auch nie. Dennoch macht es Spaß, sich im Nachhinein auch diese Szenen noch einmal durchzulesen. Und wie du schon sagtest - Vielleicht kann man sie in einer anderen Geschichte verwenden.

    LG
    Divina

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    1. Liebe Divina,

      ich bin immer wieder froh, wenn ich höre, dass es anderen da genauso geht wie mir :) Meine Datei heißt "Nicht verwendete Szenen". Wenn ich da so drin rumforste, geht es mir wie dir. Es macht wirklich Spaß. Einige Ideen sind im Nachhin so aberwitzig oder absurd, dass ich mich frage, wie zum Henker mein Kopf soetwas kreieren konnte ;) Daraus sind schon einige meiner Kurzgeschichten entstanden - von der humorvollen Sorte :)

      Liebe Grüße und vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
      Iris

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