Herzlich willkommen :)



Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)


Außerdem hat er in diesem Jahr, zusammen mit einem Kollegen, sein eigenes Spiel fertig gestellt. News zu "Nory's Escape" könnt ihr hier über Facebook mitverfolgen :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Freitag, 23. März 2012

Dem Kind einen Namen geben

Ein ganz wichtiger Punkt, den ich bisher noch gar nicht angesprochen habe, aber ohne den alle Figuren nur mit er, sie, es oder gar "man" tituliert werden würden, ist die Namensgebung. :)

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde das oftmals schwierig. In einigen Geschichten (wie beispielsweise der letzten) fliegen mir die Namen einfach nur so zu. In anderen muss ich mir dabei ganz schön einen abbrechen.
Ich schätze, das ist, als ob man seinem Kind einen Namen geben soll. Soooooooo viele Namen, soooooooooo viel Inspiration. Große Klasse und was nu?
Für Fantasygeschichten eignen sich ja einige der angebotenen Namensgeneratoren ganz gut. Die vorgeschlagenen Namen müssen ja nicht übernommen werden, können aber die Gehirnwindungen in Wallung bringen, sodass man schwuppdiwupp seinen passenden Namen selbst erdacht hat. :)

Im Tintenschnüffler musste ich mir für die vielen verschiedenen Figuren, die aus einer völlig anderen Welt stammen als der unseren, so einige Namen einfallen lassen. Da wir uns dort in einer Fantasywelt befinden, konnte ich mit den Namen relativ nahe an der Persönlichkeit der Figuren bleiben, was mir beim Schreiben sehr gut gefallen und Spaß gemacht hat. Damit meine ich so etwas wie, einem Besenstiel den Namen "Sauberwisch" zu verpassen. Na gut, nicht ganz so einfach, aber vom Prinzip genau das, was ich sagen wollte :)

Ganz begeistert bin ich von Namensschaffungen einiger Autoren auf Bookrix. Die Federgruppe dort bestreitet interne Duelle, bei denen die seltsamsten und schönsten Namen im Fantasybereich auftauchen. Diese Beiträge zu lesen, macht jedes Mal viel Spaß. :)

Ich denke nämlich, dass der Name irgendwie zu einer Figur passen muss. Genau erklären kann ich das gar nicht. Aber wenn ich ein Buch über eine Nina lese, verbinde ich damit etwas ganz anderes, als mit einem Namen alla Ennekin Skywalker oder Bilbo Beutlin. ;) Ich schätze ihr versteht was ich meine.

Ob ich eine Empfehlung geben kann, wie man den richtigen Namen findet? Nein, das kann ich nicht :) Schon alleine deshalb, weil ich selbst schon ein paar Mal ins Klo gegriffen habe. Aaaaaaber... aus Fehlern lernt man und ich grübel jetzt einfach noch ein bisschen mehr als vorher, bevor ich meinen Figuren einen Namen gebe und damit Persönlichkeit einhauche ;)

Wie findet ihr denn die passenden Namen für eure Charaktere? :) 

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    Namen sind natürlich wichtig, man muss seine Helden ja benennen können, aber noch wichtiger, scheint mir zu sein, wie der Name in der Geschichte untergebracht wird, wie und wann er wirklich gebraucht wird. Es gibt so Auftakte von (Illustrierten-)Kurzgeschichten wie: "Als Charlotte Grochowski ihren Schwiegersohn Bernd-Ullrich Bennemann am Telefon hatte...", dann frage ich mich als Erstes, wozu die Charaktere gleich im ersten Satz komplette Namen benötigen?
    Bei mir bremst das den Leseanreiz.
    Die Auswahl des Namens ist eigentlich weniger wichtig, als das, was die Figur dank meiner Erzählkunst für einen Charakter entwickelt. Ich habe drei Kinder und sechs Enkel, alle diese haben Vornamen erhalten, an die bestimmte Vorstellungen gekoppelt waren, sei es dass Schauspieler so hießen oder Bekannte oder was anderes. Alle diese Kinder und Enkel sind aber mit ihrem speziellen Vornamen zu Persönlichkeiten geworden, die den Vornamen zum Synonym für ganz genau diese Person werden ließen, dass der eventuelle Vornamensgeber bestenfalls noch anekdotische Bedeutung erfährt.
    Schön, wenn man genau diesen Effekt in seinen Erzählungen erreichen kann. Tut man's, ist der konkrete Name fast schon egal. Und übrigens ließe er sich ja in der fertigen Geschichte mit "suchen/ersetzen" problemlos ändern.
    Es gibt Autoren, die den Namen ihrer Figuren besondere Bedeutung beimessen, für mich bestes Beispiel ist Dostojewski (dessen Figurennamen aber einer Übersetzung bedürften, weil ja die Bedeutung russisch ist). In diesem Sinne wäre die oben erwähnte Charlotte Grochowski hübsch gezeichnet, wenn man polnisch kann und weiß, dass Charlotte (szarlotka=Apfelkuchen) und Grochowski (grochówka=Erbsensuppe) hiermit quasi "Geruch" und "Geschmack" bekommt.
    Gruß JurekP

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    1. Lieber Jurek,

      da habe ich doch fast vergessen, dir auf deinen Kommentar zu antworten. Das tut mir furchtbar leid und wird hiermit sofort nachgeholt.

      "alle diese haben Vornamen erhalten, an die bestimmte Vorstellungen gekoppelt waren, sei es dass Schauspieler so hießen oder Bekannte oder was anderes. Alle diese Kinder und Enkel sind aber mit ihrem speziellen Vornamen zu Persönlichkeiten geworden, die den Vornamen zum Synonym für ganz genau diese Person werden ließen, dass der eventuelle Vornamensgeber bestenfalls noch anekdotische Bedeutung erfährt."

      Diese Passage von dir, fand ich ganz besonders gelungen im Bezug auf die Namensgebung. Namen als Synonym für eine Person. Das habe ich so bisher noch gar nicht gesehen. :)

      Ich bin da scheinbar etwas eingeschränkter in meiner Denkweise. Ich kann mir selbst beim Schreiben z.B. keine Hannelore oder Wilhelmina als junge Person vorstellen. Obwohl durch die Möglichkeit meiner Erzählung dies durchaus möglich ist. Aber ich schreibe bei Personen, die einen für mich altmodischen Namen haben, einfach plötzlich total steif und platt, wenn sie nicht in die zugehörige Umgebung passen. Natürlich immer nur aus meiner Sicht gesehen, denn für den Leser kann es genau so laufen, wie du es beschrieben hast.
      Da muss ich mir nochmal ernsthaft Gedanken drüber machen. :) Danke für die Anregung.

      Komplette Namen gebe ich meinen Figuren nur sehr, sehr selten. Wenn die Nachnamen in meiner Geschichte nicht von Bedeutung sind, lasse ich sie weg.
      Dass "ganze" Namen tatsächlich bewusst gewählt worden sein könnten, um sie an etwas zu koppeln, war mir ebenfalls bisher nicht bewusst. Erst dein Apfelkuchen-Erbsensuppe-Beispiel hat mir da die Augen geöffnet. Allerdings spreche ich auch kein russisch und hätte mich an dieser Stelle wohl, ähnlich wie von dir oben beschrieben, gefragt, warum da nicht nur der Vorname genannt wird, der sich doch auch viel leichter lesen und merken ließe.

      Dass sich Namen innerhalb einer Geschichte problemlos ändern lassen, ist eine wirklich gute Sache. :) Schade, dass das im wahren Leben nicht so einfach ist (obwohl ich meinen Namen eigentlich ganz gerne mag :D). Ich denke dabei an einige Schauspieler, die ihren Kindern sehr seltsame Namen aufzwingen. Ich habe das Gefühl, das scheint gerade Mode zu sein, die sich langsam auf die Nicht-Schauspieler ausdehnt :)

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  2. Ich habe mir auch noch mal Gedanken um Namen gemacht. In meiner neuen Geschichte (siehe Bookrix, "Die Gemeinheit") habe ich den Gegenspieler meines Protagonisten nur mit seinem Nachnamen versehen, damit kann er so ganz das Böse verkörpern. Erst im alleletzten Satz gestehe ich ihm einen Vornamen und damit eine Art menschlichen Zug zu.
    Ich selbst pflege im Internet mindestens vier unterschiedliche Namen. Jurek heiße ich (leider) auch nicht wirklich.
    Gruß JurekP

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    1. Lieber Jurek, (schade, dass das nicht dein richtiger Name ist, denn er gefällt mir)

      diesen "Schachzug" kenne ich vor allem aus Krimis und Thrillern. Allerdings dann eher umgekehrt. Der "Gute", also der Polizist/Ermittler/Inspektor wird immer mit dem Nachnamen angesprochen, um seine Autorität hervorzuheben. Das gefällt mir eigentlich immer ganz gut :) Der "Böse" hat ja meistens einen Namen, der irgendetwas mit seinen Taten zu tun hat, so lange man nicht weiß, wie er heißt. Dann ist er "entlarvt" und hat einen vollständigen Namen, bekommt ein Gesicht und wird menschlich (eventuell ähnlich zu dem was du gesagt hast, aber dazu muss ich erst deine Geschichte lesen).
      So gesehen das erste Mal, dass ich darüber genauer nachdenke :)

      Im Internet findet man mich eigentlich meistens unter meinem richtigen Namen. Es gibt nur ein paar Foren, in denen ich aktiv war, als ich noch jünger war, in dem ich mich mit Pseudonym ausgegeben habe. Aber selbst auf Bookrix steht immer mein richtiger Name auf den Büchern. :)

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