Herzlich willkommen :)



Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)


Außerdem hat er in diesem Jahr, zusammen mit einem Kollegen, sein eigenes Spiel fertig gestellt. News zu "Nory's Escape" könnt ihr hier über Facebook mitverfolgen :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Montag, 23. Juli 2012

Leseflussunterbrechung durch Szenenwechsel?

Vor kurzem habe ich folgende kleine Kurzgeschichte geschrieben:

Klappentext:

Leise knistert das Feuer im Kamin des Hexenhauses. Nichts böses denkend hält es den Kessel warm und wartet auf die Rückkehr der Hüttenbewohnerin. Da fallen Finsterlinge in das Haus ein und erinnern es an seine wahre Natur...



Bevor ich diesen Text online gestellt habe, habe ich ihn natürlich probelesen lassen. 

Mein ursprünglicher Anfang sah so aus:

Wie graue Nebelschleier ziehen sie durch die Lande, kaum beachtet von Mensch und Tier.
Sie bringen all die negativen Gefühle, die man gegenüber einer anderen Lebensform nur hegen kann.
Als innere Stimme nisten sie sich in den Köpfen derer ein, mit denen sie ihr Unwesen treiben wollen. Sie sähen Zwietracht und Hoffnungslosigkeit, sie pflanzen Böswilligkeit in die Herzen der Menschen und lachen dabei.

Lange hatten sie auf diesen Tag gewartet. Jetzt endlich kamen zwei von ihnen zur Hütte im Wald.
Ruhig lag sie im Sonnenschein und genoss den Tag, als die beiden durch ein einen Spalt breit geöffnetes Fenster schlüpften.
Im Innern roch es nach Kräutern und ein großer schwarzer Kessel hing über dem Feuer. In der Ecke stand, verborgen von einem großen schlafenden Schrank, ein Besen, der die Ankömmlinge sofort bemerkte. Vorsichtig lugte er um die Ecke, konnte aber nichts erkennen.
Die Bewohnerin der Hütte war zu dieser Zeit im Wald, um ein paar Zutaten für einen ihrer berüchtigten Tränke zu sammeln.
Gerade jagte sie einer Alraune hinterher, die sich partout weigerte, ihr auch nur ein winziges Stück von sich als Zaubertrankbeigabe zu überlassen.
„Donna und Doria!“, rief die Stimme der Hüttenbewohnerin verärgert.
„Bleib sofort stehen oder ich verwandle dich auf der Stelle in einen Champignon!“
Flugs zückte sie ihren Zauberstab und ließ ihn, mit der anderen Hand die Röcke raffend, in die Luft schnellen. So einfach gab die Alraune jedoch nicht auf. Immer tiefer rannte sie in den Wald hinein.
Indessen merkten auch die anderen Bewohner der Hütte, dass etwas nicht zu stimmen schien. Fiona hatte ihnen nichts von einem Besucher gesagt – und schon gar nicht von einem so gruselig nebligem.

Die beiden kaum erkennbaren Nebelschwaden kümmerte das Verhalten der Einrichtungsgegenstände jedoch wenig. Schon als sie auf das Haus mit dem spielerischen Wind zugetrieben wurden, wussten wie, wer und was dort wohnte. Fiona war eine bekannte Hexe und absolut immun gegen Finsterlinge und andere Wesen, die von ihren Gedanken Besitz zu ergreifen versuchten, Das war allgemein bekannt.

Folgende Passage gibt es im offiziellen Text nun nicht mehr, da ich von einem meiner Probeleser darauf hingewiesen wurde, dass sie den Leser zu weit vom Geschehen weg führt und deshalb wie ein Stolperstein im Lesefluss wirkt:

Gerade jagte sie einer Alraune hinterher, die sich partout weigerte, ihr auch nur ein winziges Stück von sich als Zaubertrankbeigabe zu überlassen.
„Donna und Doria!“, rief die Stimme der Hüttenbewohnerin verärgert.
„Bleib sofort stehen oder ich verwandle dich auf der Stelle in einen Champignon!“
Flugs zückte sie ihren Zauberstab und ließ ihn, mit der anderen Hand die Röcke raffend, in die Luft schnellen. So einfach gab die Alraune jedoch nicht auf. Immer tiefer rannte sie in den Wald hinein.

Mir selbst ist es beim Schreiben gar nicht aufgefallen, selbst beim späteren Lesen nicht.
Auf Nachfrage jedoch erhielt die Antwort, dass das, was mein Probeleser gesagt hatte, tatsächlich auch von anderen so empfunden wird.

Wie seht ihr das? Unterbricht es den Lesefluss, wenn man den Leser kurzzeitig weg vom Geschehen führt, um andere Dinge zu erklären bzw. passieren zu lassen? Oder frischt es einen Text sogar auf? Habt ihr eigene Beispiele oder könnt ihr Passagen auch Büchern benennen, wo es euch ähnlich wie meinen Probelesern ging?
Diese Fragen stellen sich mir, seit ich darauf hingewiesen wurde :) Über ein paar Antworten würde ich mich freuen. 

Herzliche Grüße und einen schönen Tag :)
Iris




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen