Herzlich willkommen :)



Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)


Außerdem hat er in diesem Jahr, zusammen mit einem Kollegen, sein eigenes Spiel fertig gestellt. News zu "Nory's Escape" könnt ihr hier über Facebook mitverfolgen :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Montag, 25. Februar 2013

Und Steine sprechen doch...

Hallo ihr Lieben,

heute spreche ich vor allem diejenigen unter euch an, die noch in die Grundschule gehen oder Kinder in diesem Alter haben.
Wer von euch mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" kennt und auch bereits gelesen hat, der weiß ganz genau, um wen es sich bei Diabas handelt.
Diabas gehört zu den Sprechenden Steinen, die alles mögliche aus dem Weltgeschehen von überall und um sich herum mitbekommen und zu Geschichten machen, die sie erzählen.
Nun sagen vielleicht einige: Aber Iris, sprechende Steine gibt es doch gar nicht. Heute zeige ich euch, dass das nicht stimmt.

Am Wochenende waren Marcel und ich in Goslar. Eine kleine Stadt in Niedersachsen, in der es wie verrückt geschneit hat. Das hat zwar erstmal nichts mit den Sprechenden Steinen zu tun, aber dafür mit Firn und seinen Kollegen, die scheinbar immer noch riesige Schneevorräte haben.

In Goslar gibt es ein Museum und Besucherbergwerk am Rammelsberg (http://www.rammelsberg.de/), wo man die Möglichkeit hat, verschiedene Touren unter Tage mitzumachen. Genau dort habe ich selbst erlebt, wie viel Steine einem eigentlich erzählen können.

Wir haben an diesem Tag zwei Touren mitgemacht. Einmal die Tour, in der wir mit einer kleinen Lok, in der es gerumpelt hat wie verrückt, unter den Berg gefahren sind und eine, in der wir uns zu Fuß in einen Stollen begeben haben.

Auf der ersten Tour, kamen wir an diesen Steinen vorbei:

Was ist denn das?
Das sieht auf den ersten Blick wirklich total seltsam aus. Dazu ist es noch nass und glitschig und irgendwie bäh. Dann aber haben wir genau hingehört. Herr Krüger übernahm das Reden für das schlafende Gestein und sagte uns, dass hier mit dem herabtropfenden Wasser Kalk aus dem Stein gewaschen wird.
Klar, dass ich sofort an unsere Freunde die Tripf-Tropfs denken musste, die hier scheinbar so einigen Spaß dabei haben, durch den engen Berg zu rutschen und dabei kleine Kalkpartikel mitzunehmen. Seit über 25 Jahren tropft es dort schon fröhlich von der Decke und bildet nun diese seltsame weiße Kruste.

Auf der zweiten Tour, entstand dann dieses Bild:

Warum haben die Steine so viele Farben?
Hier erzählt das Gestein eine Geschichte, die aufregender nicht sein kann. Dieser Gang, den wir sehen, ist nämlich nicht natürlich entstanden, sondern wurde von Bergarbeitern mühselig in den Stein gehauen. Warum? Um an die Erze zu kommen, die sich hier im Gestein verstecken. Stein ist nämlich nicht gleich Stein. Hier findet sich im Gestein auch Kupfer und Zink und Eisen... Deshalb auch die vielen verschiedenen Farben. Was glaubt ihr, was über die Zeit, in der hier Menschen ein und ausgingen um zu arbeiten und die heutige Zeit der Touristen so alles zu erzählen gibt? Diese Steinwände erzählen von Menschen, die extrem schwere und auch gefährliche Arbeit geleistet haben, von Menschen, die mit 200 m Gestein über ihren Köpfen die Nächte hier verbracht haben, um nicht über holprige Leitern eine Stunde lang wieder ans Tageslicht klettern zu müssen. Die Geschichten dieser Steine sind so unvorstellbar, dass man in dieser unwirklichen Welt dort unten fast nicht fassen kann, was man hört und sieht. Es ging tatsächlich weit über meine Vorstellungskraft hinaus.

Wenn ihr also das nächste Mal im Urlaub seid und die Möglichkeit habt ein Bergwerk zu besuchen, nutzt die Chance die Steine zu euch sprechen zu lassen. Ihr werdet euch wundern, wie viel sie euch zu erzählen haben und was ihr alles an ihnen entdecken könnt :)

Herzliche Grüße
Iris

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