Iris Deitermann

Iris Deitermann

Herzlich willkommen :)

Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Montag, 29. Juni 2015

Die ersten Überarbeitungshürden des zweiten Bandes (vor dem Lektorat)

Hallo ihr Lieben,

wie versprochen kommt hier mein erster Post über das, was mir beim Schreiben so alles an Dingen über den Weg läuft, die mich ab und an ganz schön wuschig machen. Viele glauben ja, wenn man erstmal mit dem Schreiben angefangen hat, dann geht es einem Autor auch einfach so von der Hand, sodass "Plopp" am Ende des Geschriebenen ein fertiges Buch steht.
Diese Illusion werde ich euch ab sofort nehmen. Eine Idee im Kopf zu haben und sie aufs Papier zu bringen - sie festzuhalten und runterzuschreiben - das ist die eine Sache. Es ist aber eine völlig andere, aus dieser festgehaltenen Idee ein brauchbares Werk zu machen, das nicht nur den Autor und den Verlag zufriedenstellt, sondern vor allem auch die Leser. Und die haben da so ihren ganz eigenen Anspruch.
Hinzu kommt, dass Schreiben wirklich ein eigenständiges Handwerk ist, das man zwar erlernen kann, das aber, wenn man es mal gerade nicht benötigt, auch ganz schnell wieder in die hinterste Kopfschublade gerät. So passiert es dann, dass beim "Runterschreiben" der nächsten Geschichte, viele erlernte Dinge "schwupps" wieder in Vergessenheit geraten sind, weil sie nicht mehr zur täglichen Routine gehören. Und so schleichen sich dann auch "hopplahopp" all die Fehler ein, die man beim Schreiben eben so macht.

Zwei dieser "Fehler" aus meinen eigenen Erfahrungen zeige ich euch heute gerne.

1. "Umgangssprache entspricht nicht der Schriftsprache"

Ja, ganz genau so ist es. In einem Roman, in meinem Fall einem Kinderbuch, haben umgangssprachlich formulierte Sätze im Fließtext und damit außerhalb von Dialogen, nichts zu suchen. Eine Ausnahme bildet dabei natürlich die Ich-Form, in denen einige Bücher geschrieben sind und die rundum vom Ich-Charakter geprägt sind. In meinem Buch allerdings gibt es keinen Ich-Erzähler, ich muss also bei der Schriftsprache bleiben.

Ihr fragt euch vielleicht jetzt: Wovon redet sie da bloß?  Eine Frage, die ich mir während des Schreibens des ersten Bandes auch gedacht habe, als meine Lektorin mich auf eben diesen Fehler hinwies. Im zweiten Band habe ich versucht, diesen Fehler so gut es geht zu vermeiden, aaaaaaaber, meine Kopfschublade hat diesen Punkt hartnäckig festgehalten, sodass mir doch so einige Patzer passiert sind, die ich nun erfolgreich zu beheben versuche :D

Wovon genau ich rede, seht ihr in diesem Beispiel:

zum Vergrößern auf das Bild klicken :)

Schneller als man denkt, fängt man an, Dinge zu umschreiben und so zu formulieren, wie man es im alltäglichen Sprachgebrauch eben macht. Das kann natürlich nicht so bleiben, liest es sich doch einfach seltsam. Vielleicht kennt ihr das selbst aus einigen Büchern. Auf Facebook umschrieb es jemand als "Hoppla"-Moment, wenn man einen solchen Satz liest. Er ist natürlich nicht falsch, so wie ein Grammatik- oder Rechtschreibfehler, aber man merkt sofort, wenn ein solcher Satz einem plötzlich zwischen all den schön formulierten Sätzen begegnet.

Die Suche nach diesen Sätzen ist derzeit ein Teil meines Überarbeitungsprogramms, mit dem Ziel, meiner Lektorin so wenig Möglichkeiten wie möglich zu geben, mich WIEDER auf diesen Fehler hinzuweisen :D Ehrlich, ich habe beim ersten Band daraus gelernt!

2. "Schlangensätze sollten in Kinderbüchern vermieden werden"

Eine Aussage, die natürlich Sinn macht und der man nichts entgegensetzen kann. Was aber, wenn man Schlangensätze mag? Wenn ich als Erwachsene ein Buch lese, stören mich Schlangensätze überhaupt nicht - im Gegenteil - sie stellen ihren eigenen Anspruch an mich und deshalb mag ich sie - wenn sie gut sind :D Ich selbst neige schon seit meiner Schulzeit zu eben solchen Sätzen und muss mir deshalb immer wieder selbst auf die Finger hauen, denn in Texten für Kinder haben sie nun wirklich nichts zu suchen. Der Schwierigkeitsgrad verschachtelter Sätze über mehrere Zeilen ist oftmals zu hoch und wir wollen ja schließlich, dass unsere Kinder gerne lesen. So also mache ich mich in meinem Manuskript derzeit auch auf die Suche nach Schlangensätzen.

Diese zu beheben ist übrigens oftmals schwieriger als man glaubt. Vor allem, wenn es sich um Aneinanderreihungen von Reaktionen, Beschreibungen oder Gefühle handelt, kann ein Schlangensatz nicht immer mit einem Weglassen der Konjunktion und dem Setzen eines Punktes behoben werden. Nein, manchmal muss man den ganzen Abschnitt ein wenig ändern. Wie sowas aussieht, seht ihr hier:

zum Vergrößern auf das Bild klicken :)
So, nachdem ich nun also mit euch teile, was meinen Autorenalltag so betrifft und womit ich mich herumschlagen muss, würde ich natürlich auch gerne von euch wissen, wie ihr zu diesen Dingen steht.

Fallen euch umgangssprachlich formulierte Sätze auf? Wie verhält es sich mit Schlangensätzen? Gibt es Unterschiede in der Empfindung zwischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur (damit meine ich natürlich nicht (nur) das ab 18-Genre)? Gerne dürft ihr mir eure Meinungen, eure Erfahrungen und eure Empfindungen zu diesen Themen dalassen :)

Tintenblaue Überarbeitungsgrüße :)
Eure Iris

Es wird wieder ernst - jetzt aber wirklich!

Hallo ihr Lieben,

lange Zeit war es hier sehr still. Auch zwischenzeitliche Posts waren immer nur ein kurzes Aufflammen meiner Anwesenheit. Das hat jetzt ein Ende. Ich möchte gar nicht näher auf die Gründe eingehen, warum alles denn nun so lange dauert, was los war etc. usw., will euch aber gerne sagen: Danke, dass ihr so viel Geduld habt und immer noch da seid :)

Seid dem Erscheinen des ersten Bandes des Tintenschnüfflers stand fest, dass es einen zweiten Band geben wird. Diesen zweiten Band habe ich bereits kurz nach dem ersten Band begonnen, konnte aber lange Zeit keinen Abschluss finden. Leider ist mir gesundheitlich so Einiges dazwischengekommen, sodass ich im Gesamten mehr als 1 Jahr ausgefallen bin. Zur alten Form zurückzufinden, ist mir wirklich schwer gefallen. Nach der Gesundheit kam der Job, der mich nun aber auch nicht weiter stresst - ich habe jetzt Zeit, eine Auszeit vom Alltag und Zeit für das, was mir wichtig ist. Endlich kann ich mich auf meine Projekte konzentrieren und hey, das muss ich auch.

Dafür gibt es einen simplen Grund: Für September hat sich meine Lektorin vorgenommen, in ihrem Urlaub den zweiten Band des Tintenschnüfflers unter die Lupe zu nehmen. Jaaaaaaaaa, das sind nur noch ein paar Wochen *kreisch*. Dennoch liefert mir genau das gerade den richtigen Ansporn, um mich sehr intensiv mit meinem Manuskript, den ungeschriebenen oder unfertigen Szenen auseinanderzusetzen und mich wieder nach Welwenia zu versetzen.

Gerne möchte ich euch wieder daran teilhaben lassen, welche Hürden ich im Verlauf meiner eigenen Überarbeitung, sowie des Korrektorats nehmen muss. Das hat mir beim ersten Band schon sehr viel Spaß gemacht und beim zweiten ist es sicherlich genauso. Gleich im Anschluss an diesen Post, werde ich euch von den ersten Hürden der ersten Überarbeitungen berichten, die sicherlich einige von euch noch aus ihren eigenen Texten (und selbst wenn es nur Schultexte waren) kennen.

Ich freue mich jetzt auf die kommenden Wochen, gehe mit tintenblauem Elan wieder an die Arbeit, habe die Stifte gespitzt und umgebe mich wieder mit dem welwenianischem Zauber. Gerade wenn die Sonne lacht, versetzt es mich automatisch in die Welt von Tintonius und seinen Weltenweberfreunden... ihnen haben wir schließlich so Einiges zu verdanken ;)



Ich hoffe, ich lese viele von euch auch während meiner Zeit zum zweiten Band wieder :)

Tintenblaue Grüße :)
Eure Iris